Vorsorge

Vorsorgeuntersuchungen

Falls Ihr Haustier schon zu den Senioren gehört ist eine regelmäßige Vorsorge wichtig. Optimal ist es, wenn Sie alle 6 – 12 Monate zu einer Untersuchung kommen. Damit ermöglichen Sie Ihrem Tier eine Früherkennung von mit dem Alter einhergehenden Beschwerden, etwa Herz-, Stoffwechsel- oder orthopädischen Erkrankungen.

Nur eine frühzeitige Therapie führt zu einem optimalen Erfolg.

Hunde im Alter

Etwa ab dem neunten Lebensjahr zählen Hunde zu den Senioren, Riesenrassen schon früher. Mit dem Alter werden die Hunde meist ruhiger. Sie sollten Ihren Hund ab diesem Zeitpunkt mit Seniorfutter versorgen und die Menge des Futters entsprechend anpassen. Denn Übergewicht kann bei Ihrem Hund zu orthopädischen Problemen führen bzw. schon vorhandene gesundheitliche Probleme verstärken.

Die HD-Untersuchung für Hunde

Die Hüftgelenksdysplasie (HD) ist eine angeborene Fehlbildung im Hüftgelenk, bei der die Pfanne des Beckens und der Oberschenkelkopf nicht optimal zusammen passen. Dadurch kommt es bei Hunden zu Instabilität und Lahmheit. Je nach Schweregrad entwickeln sich die Beschwerden entweder in den Jugendjahren oder erst im Erwachsenenalter.

Die HD-Untersuchung ist eine Röntgenuntersuchung, bei der die Hunde i.d.R. eine leichte Narkose bekommen, da das Röntgen nicht nur ein wenig unangenehm sein kann, sondern v.a. weil nur eine vollständige Muskelentspannung des Tieres ein beurteilbares Röntgenbild liefert.

Welche Hunde sollten untersucht werden?

Die Untersuchung bei Zuchttieren vieler Rassen ist mittlerweile Pflicht. Aber auch bei allen anderen Hunden ist die Untersuchung empfehlenswert, da es sich um eine erbliche Erkrankung handelt. Zu empfehlen ist die Untersuchung bei Hunden, deren Eltern vorbelastet sind, sowie bei Arbeits- und Sporthunden, weil deren Gelenke sehr beansprucht werden.

Zeitpunkt der HD-Untersuchung

Für das HD-Röntgen sollten die Hunde ausgewachsen sein. Die Untersuchung wird zumeist bei Hunden ab einem Alter von 12 Monaten durchgeführt – bei Riesenrassen sogar erst ab dem 18. Lebensmonat. Sollten bei Ihrem Hund allerdings schon im Jugendalter typische Beschwerden auftreten, ziehen wir die Untersuchung vor.

Ablauf eines HD-Röntgens

Bitte vereinbaren Sie einen Termin für die Untersuchung und achten Sie darauf, dass Ihr Hund ca. 12 Stunden vor dem Röntgen nüchtern ist, d.h. er darf vorher nichts essen, trinken ein wenig. Nach einer klinischen Untersuchung bekommt der Hund eine Kurznarkose und das Röntgenbild wird angefertigt. Das Ergebnis besprechen wir entweder anschließend mit Ihnen und entscheiden individuell, ob eine Therapie notwendig ist. Oder wir übermitteln die Aufnahmen an den für den jeweiligen Zuchtverband zuständigen Gutachter.

Patellaluxation bei Hunden – schmerzhafte Fehlstellung des Knies

Die Patellaluxation nach medial (innen) oder lateral (außen) ist eine angeborene Fehlentwicklung im Kniegelenk. Gerade bei kleinen Hunderassen ist sie häufig. Bei dieser Fehlstellung springt die Kniescheibe aus der Führung zwischen den zwei Rollkämmen des Oberschenkels – der Hund kann das Kniegelenk nicht mehr abwinkeln. Genauso plötzlich kann die Kniescheibe wieder „hineinrutschen“ und der Hund läuft wieder auf allen vier Pfoten.

Wann soll man mit dem Hund zum Arzt?

Wenn Ihr Hund beim Laufen ein Hinterbein ein paar Schritte lang nicht belastet und erst dann wieder normal weiterläuft, kann dies ein Anzeichen für Patellaluxation sein. Sollten Sie dieses Verhalten bei Ihrem Hund beobachten, suchen Sie uns bitte so bald wie möglich auf!

Folgen einer Patellaluxation

Aufgrund der Schmerzen führt Ihr Hund ständig unphysiologische Bewegungen aus. Diese führen zu Arthrosen (Verschleißerscheinungen) im Gelenk und später zu Lahmheit. Daher ist es ratsam, Ihren Hund schon beim ersten Auftreten der Symptome untersuchen zu lassen. So können wir den Schweregrad der Patellaluxation feststellen und entscheiden, ob eine Operation ratsam ist. Im Rahmen der Zucht verlangen schon viele Zuchtvereine eine Untersuchung der Kniegelenke. Frau Arndt hat im Rahmen eines bpt-Fortbildungsseminars in theoretischen und praktischen Übungen ihre Befähigung zur Vorsorgeuntersuchung auf Patellaluxation bei Hunden erworben.

Katzen im Alter

Katzen zählen ab einem Alter von 7-9 Jahren zu den Senioren. Bei Katzen gibt es eine Reihe typischer „Alterserkrankungen“, z.B. Niereninsuffizienz oder Schilddrüsenüberfunktion. Diese Beschwerden werden oftmals erst entdeckt, wenn es der Katze klinisch so schlecht geht, dass eine Therapie sehr schwierig wird bzw. sich bereits Folgeerkrankungen eingestellt haben. Deshalb kommen Sie bitte regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung, damit wir Erkrankungen schon im Frühstadium erkennen und therapieren können.

Die Vorsorgeuntersuchung im Detail – was genau machen wir?

  • Klinische Untersuchung
  • Orthopädische Untersuchung (bei Bedarf mit Röntgen)
  • Blutabnahme, Harnuntersuchung
  • Gewichtskontrolle: Über- und Untergewicht kann sowohl Ursache als auch Symptom für verschiedene Krankheiten sein.

Wenn alle Befunde vorhanden sind, besprechen wir diese ausführlich mit Ihnen und erstellen bei Bedarf eine optimale, individuelle Therapie.

Wichtig: Für einige Untersuchungen sollte Ihr Tier nüchtern sein oder es wird Morgenurin benötigt. Klären Sie dieses bitte bereits bei der Terminvergabe ab.